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RSSPrint

Umweltarbeit - Bewahrung der Schöpfung

Umweltprogramm des Kirchenkreises
Global denken, lokal handeln


Die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf, hat im November einen weitreichenden Beschluss gefasst. Unmittelbar vor dem Klimagipfel in Paris haben die mehr als 70 Synodalen sich einstimmig dazu bekannt, dass die evangelischen Kirchengemeinden in Teltow und in Zehlendorf einen eigenständigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Dazu haben sie ein umfassendes Umweltprogramm mit rund 40 Einzelmaßnahmen beschlossen.

Der Maßnahmenkatalog setzt vor allem bei der Rolle der Gemeinden als kleine Unternehmen an. Dahinter steht der Gedanke, dass Gemeinden Gebäude besitzen, Energie, Papier und Wasser verbrauchen und mit Energieunternehmen und Lieferanten verhandeln. Die beschlossenen Maßnahmen reichen von der Begrenzung des Wasserverbrauchs und der Aufstellung von Fahrradabstellbügeln bis hin zu der Erarbeitung von Richtlinien für die Beschaffung und der Einführung eines Umweltmanagements.

Um die Gemeinden nicht zu überfordern, hatte die Arbeitsgruppe, die den Synodenbeschluss vorbereitete, intensiv überlegt, wie die Gemeinden dabei unterstützt werden können, das Programm umzusetzen. Beschlossen wurde dazu:

  • Es wird eine „Arbeitsgruppe Energie und Umwelt“ eingesetzt. Sie löst den Kirchlichen Arbeitskreis Umwelt, kurz KAUTZ, und die AG Energie ab. Die Arbeitsgruppe versammelt Sachverstand aus Gemeinden, Kirchenkreis und Kirchlichem Verwaltungsamt. Sie soll zugleich kompetentes Fachgremium und hilfreiche Begleiterin der Gemeinden sein.

  • Gemeinden, die Energie sparen wollen, bekommen für entsprechende Vorhaben die Hälfte der Planungskosten erstattet. Für Investitionen in den Klimaschutz wie die Optimierung von Heizanlagen erhalten sie zinslose Darlehen, die aus den Einsparungen bei den Energiekosten erstattet werden. Die Synode stellt dafür Sondermittel bereit.

  • Aufgestockt wird auch der Umweltfonds. Daraus können kleinere Umweltmaßnahmen der Gemeinden bezuschusst werden.

  • Die Kirchengemeinden werden dabei unterstützt, den „Grünen Hahn“ einzuführen. Der „Grüne Hahn“ ist ein wirkungsvolles Instrument zur ökologischen Optimierung der Kirchengebäude, der Gemeindehäuser und der Kitas, aber auch des Gemeindelebens insgesamt. In 800 evangelischen Kirchengemeinden, vorwiegend in Süddeutschland, ziert der „Grüne Hahn“ das Gemeindehaus oder die Kirche und zeigt damit, dass die damit ausgezeichnete Gemeinde erfolgreich ein Umweltmanagement eingeführt hat. Die Kirchengemeinden Dahlem und Kleinmachnow haben signalisiert, dass sie das anspruchsvolle Vorhaben angehen wollen.


Das Umweltprogramm soll nach dem Willen der Synode bis zum Jahr 2025 umgesetzt sein. Ziel ist es, dass die evangelische Kirche in Teltow-Zehlendorf bis dahin in ihrem betrieblichen Handeln der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet ist. Sollte dies tatsächlich gelingen, hätten die Kirchengemeinden einen erkennbar eigenen Beitrag für das Anliegen des Klimagipfels in Paris beigesteuert.

WEITERE INFORMATIONEN

Umweltkonzept – Umweltprogramm

Beschluss der Kreissynode vom 21. November 2015
Umweltprogramm
des Evangelischen Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf
Umweltkonzept
des Evangelischen Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf
Umweltkonzept der Landeskirche

Förderung von Aktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz

Energiesparfonds des Kirchenkreises. Der Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf unterstützt die Gemeinden bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude mit Zuschüssen zu den Planungskosten und zinslosen Darlehen.
Umweltfonds des Kirchenkreises.
Für Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung können Gemeinden Zuschüsse beim Kirchenkreis beantragen.
Klimaschutzfonds der Landeskirche
. Die Landessynode hat einen landeskirchlichen Fonds für die Förderung gezielter Maßnahmen zum Klimaschutz mit 2 Millionen Euro ausgestattet.
Projektbüro Klimaschutz der EKD
mit Hinweisen zu Klimaschutz-Förderprogrammen

 

Energiesparen in Kirchengemeinden

Energiesparen in Kirchengemeinden Ein praktischer Leitfaden, herausgegeben von der EnergieAgentur.NRW. Empfehlenswerter umfassender Ratgeber.
Hilfreiche Website
der Energieagentur NRW zu Energie und Kirchengemeinden http://www.energieagentur.nrw/klimaschutz/kirche
E-Mail-Rundbrief „Energie in Kirchengemeinden“,
Bestellung über http://www.energieagentur.nrw.de/kirche 

 

Der Grüne Hahn/Der Grüne Gockel – Kirchliches Umweltmanagement

Der Grüne Hahn, Umweltmanagement für Kirchen
Info zur Einführung des Grünen Gockel
, Hilfreich für Gemeinden, die starten wollen
Umwelterklärung der Kirchengemeinde Neu-Buckow
, die erste Kirchengemeinde in Berlin-Brandenburg, die ein Umweltmanagement eingeführt hat. Wie hat die Gemeinde das geschafft? Die Umwelterklärung gibt umfassend Auskunft.

Kontakt
Evangelischer Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf
Arbeitsgruppe Energie und Umwelt
Frank Steger
Kirchstr. 4, 14163 Berlin

Tel. (0 30) 2 00 09 40 15
frank.steger(at)teltow-zehlendorf.de

Letzte Änderung am: 12.12.2017