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Projekt Stolpersteine


Demuth,%20Fritz%20-%20Rosen.jpg„Hier wohnte …“ oder Denkmale für Nachbarn

Sie sind klein und unscheinbar, aber sie halten die Erinnerung wach. Sie nennen Namen. Sie verweisen auf ehemalige Nachbarn. Oft sind sie auch Steine des Anstoßes. Die Rede ist von zehn mal zehn Zentimeter großen Pflastersteinen mit beschrifteten Messingtafeln, die in den Bürgersteig eingelassen sind. Als „Stolpersteine“ erinnern sie Passanten daran, wo einst Menschen lebten, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Die Idee zu den Gedenksteinen stammt vom Kölner Bildhauer Gunter Demnig. Seit langem setzt er sich - nicht selten gegen den Widerstand von Stadtverwaltungen und Hauseigentümern - dafür ein, dass an die Vertreibung und Vernichtung genau an den Orten erinnert wird, wo sie ihren Ausgangspunkt nahmen – nämlich mitten unter uns. Für Demnig ist entscheidend, dass „das Gedenken in unsere Lebensmitte gerückt wird und Erinnerungsmerkmale nicht weitab liegen, wie die zahlreichen nach 1945 entstandenen Gedenkstätten und Mahnmale, die man bequem auch links liegen lassen kann“. Weitere Informationen zu dem Projekt Gunter Demnig finden Sie unter www.stolpersteine.com

Die Initiative „Projekt Stolpersteine im Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf“ will sich dafür einsetzen, dass die Namen dieser und vieler anderer Menschen vor dem Vergessen bewahrt werden. Seit dem Beginn im Jahr 2005 sind nun fast 110 Stolpersteine im Bezirk Zehlendorf verlegt worden.

Vortrag Stolpersteine Frühjahrssynode 2012.pdfVortrag Stolpersteine Frühjahrssynode 2012.pdf


Stolpersteinverlegung im Reiffträgerweg 19 (Schlachtensee)
für Friedrich Rudolf Guttstadt
am 26. April 2013 um 17:00 Uhr


HIER WOHNTE
FRIEDRICH RUDOLF
GUTTSTADT
JG. 1881
"SCHUTZHAFT" 1938
SACHSENHAUSEN
TOT 8.1.1939
AN DEN HAFTFOLGEN


Friedrich Guttstadt war als Jurist am Reichswirtschaftsgericht tätig. Er und sein Bruder Richard, für den ein Stolperstein in Frankfurt/Oder gelegt wurde, wurden von den Nationalsozialisten ermordet.
Angehörige der Familie werden an der Verlegung teilnehmen.
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Stolpersteinverlegung in der Hugo-Vogel-Straße 10 (Wannsee)
für Friedrich Nothmann
am 27. April 2013 um 14:30 Uhr
im Rahmen eines Konfirmandentages

HIER WOHNTE
FRIEDRICH NOTHMANN
JG. 1887
FLUCHT 1939 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 4.9.1944
THERESIENSTADT
1944 AUSCHWITZ
ERMORDET 18.10.1944


Von Friedrich Nothmann ist uns nur sehr wenig bekannt.
Er wohnte schon einige Zeit in Wannsee und versuchte sich 1939 der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entziehen, in dem er nach Holland emigrierte. Aber auch hier wurde er durch den Überfall auf das kleine Land von seinen Mördern eingeholt und letztendlich umgebracht.

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Stolpersteinverlegung für Hugo Bettmann in Steglitz, Halskestraße 41
am Montag, 29. April 2013 um 16 Uhr
Unter Beteiligung von Angehörigen des Opfers

HIER WOHNTE
HUGO BETTMANN
deportiert nach Theresienstadt.
Dort entrechtet und gedemütigt.
Er überlebte den Holocaust.

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Drei Stolpersteinverlegungen für Paula Panitz, Georg Bock und Erich Meyer am Dienstag, 14 Mai 2013 ab 17 Uhr:

Beginn mit der Verlegung vor der Seehofstraße 60
HIER WOHNTE
PAULA PANITZ
GEB. BLUMENTHAL
JG. 1883
DEPORTIERT 13.6.1942
SOBIBOR
ERMORDET
 
Wir ziehen dann weiter zur Mühlenstraße 10
HIER WOHNTE
GEORG BOCK
JG. 1878
 FLUCHT 1938
TSCHECHOSLOWAKEI
DEPORTIERT 26.10.1941
LODZ / LITZMANNSTADT
ERMORDET
 
und verlegen einen letzten Stein im Vopeliuspfad 5
HIER WOHNTE
ERICH MEYER
JG. 1877
DEPORTIERT 26.9.1942
RAASIKU
ERMORDET
 
Bei allen drei Personen hat die Recherche leider nur sehr wenig über die Biographien zu Tage gebracht.
Meist sind die Einträge im Bundesgedenkbuch die einzigen Hinweise. Einige sind im Gedenkbuch vermerkt.
Über einen Spender, der im Gemeindegebiet der Stephanus-Gemeinde wohnt, konnten zwei dieser Stolpersteine finanziert werden.


 

PlakatStolpersteineklein.jpgPlakatbestellung

Seit 2005 wurden bisher rund 120 Gedenksteine in Zehlendorf verlegt. Einen Auswahl von 55 Steinen mit einigen Fotos der Opfer, so weit sie gefunden werden konnten, ist auf dem Plakat zu sehen, das Sie für 5 € bestellen können.
Dem Ziel, alle uns bisher bekannten ca. 320 Opfer in Zehlendorf, dem Vergessen zu entreißen, kommen wir 2010 also wieder einen großen Schritt näher. Es könnte das erste Drittel geschafft sein.

Bei einigen der zu ehrenden Opfer gibt es noch Angehörige und so erwarten wir zu den Verlegungen Gäste aus den USA, Peru, Israel, Irland und natürlich Deutschland. Interessant vor allem für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Schicksale recherchiert, Akten gewälzt und sich mit diesem dunklen Teil der deutschen Geschichte beschäftigt haben. Sicher wird es Begegnungsmöglichkeiten geben.

Die große Resonanz auf unser Projekt, dass die Gedenkkultur der Spiegelwand des mit Zehlendorf vereinigten Bezirks Steglitz aufnimmt, ist auch der Politik nicht verborgen geblieben. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Uwe Steglin erwähnte es lobend in seinem Grußwort auf der Kreissynode im November 2009. Ein Dank an dieser Stelle an das Bezirksamt, dass die Verlegungen regelmäßig unbürokratisch genehmigt.

Wir freuen uns über jede Spenderin und jeden Spender, über Menschen, die die verlegten Steine im Blick behalten und den ein oder anderen regelmäßig reinigen oder auch über Menschen, die in den Archiven den so oft im Dunkel liegenden Schicksalen der Opfer nachspüren. 

Aufruf
Wenn Sie Hinweise geben können, wo Menschen lebten, an die „Stolpersteine“ erinnern sollten, dann wenden Sie sich bitte an uns.

Kontakt und weitere Informationen
Projekt Stolpersteine im Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf
www.projekt-stolpersteine.de
Kirchstr. 4, 14163 Berlin

Michael Rohrmann
Tel. (0 30) 84 50 81 77
[#michael.rohrmann#projekt-stolpersteine#de#]

Jugendgottesdienste

Reformationstag
Mittwoch
31. Oktober 2012

10:00 Uhr 

Jugendgottesdienst von KonfirmandInnen und Teamern
für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse

"Hier stehe ich"

Ev. Kirchengemeinde Schlachtensee
Matterhornstraße 37-39, 14129 Berlin
(10 Minuten Fußweg von der S1-Schlachtensee)

Buß- und Bettag
Mittwoch
21. November 2012

10:00 Uhr

"Klagen -
      was hilft's?"

Jugendgottesdienst unter Beteiligung von SchülerInnen aus dem Religionsunterricht und KonfirmandInnen
für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse
 
Ev. Paulus Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf
Kirchstraße 6, 14169 Berlin
(S1-Zehlendorf, Bus X10, 101, 184, M48, 118)

Mehr Infos

Berliner Fest der Kirchen

Dorfkirchensommer

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Eine-Welt-Läden

Karriere

karriereleiterlang.jpgPeter Lenk, Die "Karriereleiter"

Kirchentag

logo-kirchentag-hamburg.jpg




 

Hamburg, 1.-5. Mai 2013
www.kirchentag.de

Stiftung St. Matthäus

Stiftung .gifStiftung St. Matthäus

Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

www.stiftung-stmatthaeus.de

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Brot für die Welt

Patenschaft

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120.- €.
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Weitere Informationen unter:

www.projekt-stolpersteine.de

Website

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Flyer Schaukasten.pdf

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